Klamm Herrnskretschen (Hrensko) |
![]() LageBei der Gemeinde Herrnskretschen (Hrensko). ZutrittDie Edmundsklamm (Edmundova souteska) erreichen wir aus Herrnskretschen (Hrensko), die Wilde Klamm (Divoka souteska) aus Rainwiese (Mezni Louka).
Öffnungszeiten
Eintrittspreise
Kinderwagen sind kostenlos, Fahrräder werden nicht befördert. KontaktadresseGemeinde Hrensko HinweisBeschreibungDie Schlucht um den Fluß Kamenice bildete sehr lange Zeit ein umständliches Hindernis, das die Bewohner der Gemeinden am rechten Ufer Hohenleipa (Vysoka Lipa) und Stimmersdorf (Mezna) beim Kirchweg nach Rosendorf (Ruzova) überwältigen mussten. Der Fluß Kamenice war jedoch nicht nur ein Hindernis, aber auch eine Erwerbsquelle – hier arbeiteten Flößer und bei der winterlichen Laichwanderung von Forellen und Lachsen hatten Fischer goldenen Zeiten. Und dazu kamen Wagehalsige mit der Idee die Schlucht mit Flößen zu überwältigen. Fünf Abenteurer haben im Jahre 1877 eine scheinbar verrückte Wette in Herrnskretschen (Hrensko) im Wirtshaus "Beim grünen Baum" abgeschlossen. Danach haben sie sich von Grundmühle (Dolsky mlyn) auf drei Flössen auf den Weg gemacht, dorthin wo man diesen Ort als Ende der Welt benannt hat. Die vier Meter langen Flösse haben die Besatzung tadellos bis nach Herrnskretschen (Hrensko) gebracht. Dies war der Anfang zur Erschließung dieser Schlucht mit dem Namen Klamm als touristische Sehenswürdigkeit. Der Fürst Clary-Aldringen hat italienische Fachkräfte ins Land gerufen. Nach deren Anweisungen arbeiteten dann 200 Arbeiter an den Fußwegen in der Klamm. Hilfe gewährte auch "Horsky spolek pro Ceske Svycarsko". Es wurden schwimmende Pfade, Brücken oder Laufbrücken überm Wasser errichtet und auch ein Wehr erbaut. Am 4. Mai 1890 wurden die Stille oder Edmundsklamm und die Gaststätte eröffnet. In der Klamm verkehrten 5 Kähne, von mit Ruderstangen ausgerüsteten Fährmännern in Matrosenkleidung gesteuert. Die Ruderstangen werden bis heute benützt. Die Kahnfahrt in der Wilden Klamm folgte um acht Jahre später, im Jahre 1989. Über die Beliebtheit dieses Vergnügen können wir uns ein Bild aus den erhaltenen Schriftstücken aus den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhundert machen. In der Edmundsklamm verkehrten 14 Kähne und in der Wilden Klamm sieben der Sorte. Jährlich besuchten die beiden Klamm durchschnittlich 160 000 Personen. Der Kahnbetrieb war von sieben Uhr morgens bis in die Dunkelheit. Es waren auch ganz strenge Regeln festgelegt. Verboten war dort Hausiererhandel, Betteln, Fotografieren als Erwerbstätigkeit und das Plakatieren mit politischen Plakaten. Heute erwartet die Besucher ein Spaziergang in der romantischen Natur entlang des Flusses Kamenice, eingegrenzt durch hohe Felsenmauer auf beiden Ufern. Ihr Spaziergang führt unter Felsenüberhängen, durch einige Tunnel, über enge Laufstege. Zwei der Abschnitte kann man ausschließlich auf Kähnen im Wasser zurücklegen – es ist die Edmundsklamm (oder auch Stille Klamm genannt) und die Wilde Klamm. Die durch Menschenkraft betriebenen Kähne bringen uns durch die Felsenwände und der Fährmann macht uns mit lebenden und versteinerten Bewohnern der Klamm bekannt. |










